• Meisterbetrieb seit 1926

     
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Historie


Im Jahre 1926 gründete der Urgroßvater des heutigen Betriebsinhabers, Max Eduard Winkler, im alten Dorfkern von Radebeul "Am Kreis", eine Schlosserei und Stahlfensterbaufirma. Er war ein erfahrener Schlossermeister, 49 Jahre alt und viele Jahre als Obermeister des damaligen Eisenhochbau Dresden tätig.

Als Mieter in einem Bauerngehöft fertigte er vorwiegend Stahlfenster, Zäune, Gitter usw., anfangs mit einem Gesellen, der dann 53 Jahre bei der Fa. Winkler arbeitete. Als erste Maschinen gab es eine Handhebelprofilschere, eine Stanze, eine einfache Bohrmaschine und eine Säge mit Gewicht, alles mit Flachriemenantrieb und gebraucht.

Nach und nach stieg die Auftragslage und es kamen weitere Gesellen und Lehrlinge dazu. Dadurch wurde es in dem alten Gehöft räumlich zu eng und er mietete sich in Oberlößnitz in größeren Räumen ein. Sein Sohn, Max Paul Winkler lernte damals bei einer der bekanntesten Schlossereien in Dresden, der Fa. Großmann, ebenfalls das Schlosserhandwerk als Bau- und Kunstschlosser.

Es wurde alles schlosser- und schmiedetechnisch gefertigt, was möglich war. Die Gegebenheiten in Oberlößnitz waren auch bald ausgeschöpft. Hof- und Werkstatträume wurden zu eng und in den Ortsteil Oberlößnitz, wo größtenteils nur Villen waren, passte eine Schlosserei nicht mehr ins Stadtbild. Es wurde der Fa. Winkler im Jahre 1936/37 ein Gelände im Gewerbemischgebiet in Radebeul-West, Güterhofstraße angeboten. Dort entstand aus alten Gebäuden nach und nach eine Werkstatt.

Der Sohn Max Paul Winkler trat 1938 mit in die väterliche Firma ein. Durch ihn wurden nun auch mehr Schmiedearbeiten und leichte Stahlkonstruktionen durchgeführt, vor allen Dingen Türen und Fenster.

Aufgrund der Kriegsvorbereitungen stand die Fertigung von Luftschutz- und Brandschutztüren im Vordergrund. Nach und nach wurden die Kollegen aufgrund der Kriegsvorbereitungen eingezogen, ebenfalls der Sohn Max Paul Winkler. Aber man gab ihm die Möglichkeit, 1940 die Prüfung als Schlossermeister zu absolvieren. Er war durch den sinnlosen Krieg von 1938 bis Ende 1949 einschließlich Kriegsgefangenschaft unterwegs. Ein Teil der Gesellen und Lehrlinge sind in diesem Krieg gefallen.

Der Altmeister, Max Eduard, führte gemeinsam mit seiner Ehefrau, beide fast 70-jährig, und mit den bewährten Altgesellen, die Firma über die Endkriegs- und ersten Nachkriegsjahre unter großen Schwierigkeiten weiter. Es gab kein Material, kein Werkzeug und keine Maschinen. Die ersten Produkte in der Nachkriegszeit waren Arbeiten für die russische Armee, Aufbauarbeiten und Reparaturleistungen, teilweise nach dem Prinzip "aus Alt mach Neu". Aber auch besonders im Stahlfensterbau begann wieder die Produktion.

Ende 1949 kam der Sohn, Max Paul, aus russischer Gefangenschaft zurück und trat sofort in den Betrieb ein. Die Arbeiten wurden immer größer und der Stahlbau nahm einen größeren Stellenwert ein. Im Bereich des Fensterbaus wurden größtenteils nur noch Bogenfenster für fast alle sächsischen Brauereien gefertigt.

1953 verstarb der Gründer Max Eduard Winkler und sein Sohn führte den Betrieb weiter. Es wurden nach und nach kleine Baumaßnahmen im Betriebsgelände durchgeführt. Die Arbeiten wurden ebenfalls immer größer; Stahlkonstruktionen, Geländer, große Spezialbehälter und Silos aus Stahl usw. Der Fensterbau ging stark zurück.

1955 fing dessen Sohn Klaus Winkler an, bei einem bekannten Dresdener Stahlleichtbaubetrieb das Schlosserhandwerk zu erlernen. Er trat nach 10-jährigem Berufspraktikum in die Firma Winkler ein.

1964 legte Klaus Winkler, noch in seinem Lehrbetrieb und selbstfinanzierend, die Meisterprüfung ab und unterstützte danach seinen Vater in der Geschäftsleitung und in der Werkstatt, denn er hatte Erfahrungen im Stahlbau. Es wurden Arbeiten in Radebeul, im Kreisgebiet und rund um Dresden durchgeführt, spezielle Einzelfertigungen, wo fachmännisches Können und Geschick groß geschrieben wurde, z.B. Spezialgestelle und Trockenschränke für das damalige AWD. Auch für den Wohnungsbau in Radebeul und Dresden wurden Treppengeländer, Stahlkonstruktionen und Balkongeländer gefertigt. Die Belegschaftsstärke lag einschließlich des Meisters und der Lehrlinge bei 8 – 10 Mann.

1983 übernahm Klaus Winkler die Firma und führte diese nach alter Tradition weiter. Inzwischen lernte sein Sohn Michael Winkler in der Planeta den Beruf eines Maschinenbauers mit Abitur und führte diesen bis 1991 aus. Er legte die erforderlichen Schweißerprüfungen ab und fing 1992 im väterlichen Betrieb an. 1995 absolvierte er die Meisterprüfung und unterstützte seinen Vater in allen Belangen des Betriebes.

Nach der Wendezeit wurde in viele neue Maschinen und Werkstattumbau investiert. Die alten Holzgebäude sind durch neue Massivbauten ersetzt. Es wurden ein neuer Waschraum, neue Toiletten, ein neues Büro und ein Aufenthaltsraum geschaffen. Weiterhin wurde die Produktion auf Dreh- und Fräsarbeiten für Reparatur und Einzelanfertigungen erweitert. Ein Mitarbeiter qualifizierte sich zum Schweißfachmann.

Herr Klaus Winkler übertrug 2001 die Firma an seinen Sohn, Metallbaumeister Michael Winkler, der die Firma von nun an in 4. Generation erfolgreich führt.